From the monthly archives: Juli 2011
  1. Welche Begriffe verbinden Sie spontan mit der DDR ?
    Freundschaftspionierleiter. Pressefest.
  2. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
    Ans meiste. Kindheit, Jugend, erste Liebe, zweite Liebe usw.
  3. Woran denken Sie ungern zurück?
    An tumbe Toren mit Propagandadrang. An eine Disco-Schlägerei.  Nichts DDR-typisches eigentlich.
  4. Wie verlief Ihr Berufsweg?
    POS, EOS, Studium – Maschinenbau/Automatisierungstechnik.
  5. Was haben Sie in der Freizeit getan?
    Modellboote gebaut mit kleinem E-Motor und auf dem See fahren lassen. Aus Fahrbibliothek neue Bücher geholt. Wandzeitungen gestaltet. FDJ-Versammlungen absolviert. Nach Mädchen geäugt. Singeklub, später Rockband.
  6. Wen aus der DDR verehren Sie besonders und wofür?
    Meine Eltern und Großeltern. Sie haben sich um ihre Kinder gekümmert, wie es besser nicht geht, und anderen Leuten und deren  Kindern nicht geschadet. Aber falls die Frage auf die DDR-Opposition zielt – Dissident zu sein ist doch auch nur eine Art Privileg.
  7. Was hat Ihre DDR-Vita besonders geprägt?
    Und immer und überall ein bisschen Absurdität dabei. Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt.
  8. War das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander anders als heute?
    Mehr Geheimnis. Auch mehr Gemeinsamkeit.
  9. Welche Meinung hatten Sie 1990 zur Wiedervereinigung?
    Von der Vernunft her dafür. Gefühlt eher gleichgültig. Sind alles Menschen, gute, weniger gute,  in Bielefeld, Pirna oder Pardubice.
  10. Welche Meinung haben Sie heute zum vereinten Deutschland?
    Menschen leben so, wie sie gerade leben können  und suchen nach Liebe und Glück.

DDR-Witz:  Frage an Radio Jerewan: Warum gibt es keine Seife  zu kaufen? Anwort: Die Kommunisten säubern ihre Reihen.