Pressefoto Franziska Giffey

Franziska Giffey, Pressefoto

Wenn die neue Bundesregierung demnächst anfängt mit dem Regieren, wird eine Ostdeutsche als Familienministerin an Bord sein: Franziska Giffey.

Geboren 1978 in Frankfurt/Oder, steht Giffey für einen Osten, der seine Chancen nutzt. Als Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln hat sie gezeigt, dass sie auch in große Fußabdrücke passt. Wer war noch mal Heinz Buschkowsky?  Ihre Kiezpolitik polarisiert nicht, sondern beharrt auf Gesetzestreue, unabhängig vom kulturellen Hintergrund der Einwohner. Also nicht wir gegen die, sondern gemeinsam für.  Dabei hat sie sich genügend Bodenhaftung bewahrt, um Probleme nicht wegzuignorieren. Sorgen der AfD-Wähler ernst nehmen ist ein Tenor, der nach ihrem „Tagesthemen“-Interview von mehreren anderen Medien aufgegriffen wurde.

Schön, dass der Osten auf diese Weise vertreten ist. Bei 20 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung müssten es proportional ja eigentlich drei Minister sein. Aber womöglich zählt die Kanzlerin doppelt oder das Saarland gar nicht. Politische Arithmetik ist eine besonders schwierige Rechenart.

Also dann: Dies sind die neuen Abenteuer des Raumschiffs Regierung, das mit seiner 17 Mann starken Besatzung vier Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen und die eigene zu verbessern. Wünsche wir ihm und uns Glück.

 

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