Namensgebung John-Sieg-Str., Lichtenberg, Bundesarchiv, Bild 183-L0622-0045 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)

Namensgebung John-Sieg-Str., Lichtenberg, Bundesarchiv, Bild 183-L0622-0045 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)

Das Museum Lichtenberg behauptet, eine DDR-Ausstellung zu zeigen. Hat dann aber zu.

Das ehemalige Rathaus Boxhagen-Rummelsburg beherbergt (vermutlich) die Ausstellung “Die DDR im Kleinformat – Alltag und Diktatur im Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg”. Die Ausstellung will  Lichtenberg  als ein Spiegelbild des Landes darstellen. Gern hätte ich sie rezensiert. Bei meinem Besuchsversuch am heutigen Sonntag stoße ich aber trotz der ausgeschilderten Öffnungszeit auf Leere und Verriegelung.

Mit frostkalten Fingern klopfe und drücke ich vergeblich an Türen, Fenstern, Türöffner und Klingeln. Auch das Telefon nimmt niemand ab.

Erst ärgere ich mich über die sinnlose Anfahrt und die verschwendete Zeit. Dann aber geht mir auf, dass das Museum nachgerade vorbildlich einen typischen Wesenszug der DDR nachahmt und auf ganz eigene Art das Motto der Ausstellung lebt: Oberflächlich die Fassade wahren (Öffnungszeit), aber letztlich sein eigenes Ding machen.

Versöhnt fahre ich von dannen. Beim nächsten Mal nehme ich zur Sicherheit einen Karton Fliesen mit und den guten Westkaffee.

Wer sein Glück probieren möchte: Museum Lichtenberg.

 

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