1. Welche Begriffe verbinden Sie spontan mit der DDR?
    Keine Sorgen um Ausbildungsplatz für die Kinder und keine Sorgen um den Arbeitsplatz.
  2. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
    An die kostenlose und umfassende medizinische Versorgung während der Schwangerschaft und nach der Geburt für Mutter und Kind.
  3. Woran denken Sie ungern zurück?
    An den Zwang zu Wehrkundeunterricht, GST, Armee.
  4. Wie verlief Ihr Berufsweg?
    Ausbildung, Arbeit, Studium, Mutterschaft – Wende: arbeitslos, Studienabschluss nicht anerkannt (Außenhandelsökonom).
  5. Was haben Sie in der Freizeit getan?
    Viel gelesen, Radio gehört, Reisen im Inland, Ballett- und Theaterbesuche sehr oft. (Kann ich mir jetzt nicht mehr leisten.)
  6. Wen aus der DDR verehren Sie besonders und wofür?
    Sigmund Jähn – erster Deutscher im All!
  7. Was hat Ihre DDR-Vita besonders geprägt?
    Das Studium und die Sicherheit, dass für alles Wesentliche gesorgt ist.
  8. War das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander anders als heute?
    Im Osten Deutschlands ist es wie früher: Männer und Frauen sind Partner auf Augenhöhe.
    Bei den jüngeren Leuten haben die Männer heute Angst vor den Frauen (das ist jedenfalls mein Eindruck).
  9. Welche Meinung hatten Sie 1990 zur Wiedervereinigung?
    Das bringt nichts Gutes.
  10. Welche Meinung haben Sie heute zum vereinten Deutschland?
    Der Westteil des Landes lebt weiter wie vor 30, 40 Jahren. Dort musste sich niemand umstellen und irgendwas neu lernen. Die Wiedervereinigung war im Prinzip eine Serie im Fernsehen und in den Print-Medien.
    Die “gewaltsame” Übernahme der DDR fällt uns allen demnächst übel auf die Füße, wenn der größte Teil der DDR-Bürger in Rente ist.

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