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  1. Welche Begriffe verbinden Sie spontan mit der DDR?
    Autoritär, vermauert, intolerant, ideologisch.
  2. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
    An die Fahnenstange auf dem Schulhof … Nein, an die schönen Momente natürlich, die es trotz / unabhängig / oder gerade wegen der Defizite dieses Staates gab. Zum Beispiel das Pflaumenmus meiner Mutter oder das Glücksgefühl, ein Buch von Christa Wolf ergattert zu haben.
  3. Woran denken Sie ungern zurück?
    An die Ungerechtigkeiten: unter anderem, dass ich trotz ärztlichen Attestes für meinen kranken Sohn nicht verkürzt arbeiten durfte.
  4. Wie verlief Ihr Berufsweg?
    Abi, Studium, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Biotechnologie-Forschung, Aufhebung des Arbeitsvertrages (weil ich mich nicht bereit erklärte voll zu arbeiten, siehe vorige Frage), freiberuflich Fachübersetzungen, – Wende – , Quereinstieg ins Autorentum.
  5. Was haben Sie in der Freizeit getan?
    Auf dem Lande gab es nicht viele Möglichkeiten … Jugendtanz, Jugendtanz und Jugendtanz. Ich habe sehr, sehr viel gelesen. Beim Studium kamen noch Kino und Theater dazu.
  6. Wen aus der DDR verehren Sie besonders und wofür?
    Wolfgang Hilbig, Adolf Endler, Franz Fühmann,Harald Gerlach, Helga Novak, Lutz Rathenow … und andere, weil sie den Mund aufmachten und mit ihrer Literatur Hoffnung gaben.
  7. Was hat Ihre DDR-Vita besonders geprägt?
    Schlagersüßtafel … Ich weiß es nicht.  Alles und nichts.
  8. War das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander anders als heute?
    Ja. Es war geschlechtsloser als heute. Gleichberechtigter war es deshalb aber leider nicht, vielleicht ehrlicher.
  9. Welche Meinung hatten Sie 1990 zur Wiedervereinigung?
    Dieselbe, die ich heute habe.
  10. Welche Meinung haben Sie heute zum vereinten Deutschland?
    Wir hatten Glück. Und ausnahmsweise stimme ich hier mit Herrn Diestel überein … Ob wir so viel Glück verdient haben?
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