Currently viewing the tag: "Mauer"
  1. Welche Begriffe verbinden Sie spontan mit der DDR?
    Mauer, Honecker.
  2. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
    Urlaube in Dresden, Berliner Seen und die Ostsee
  3. Woran denken Sie ungern zurück?
    Unterschwellige Repressionen und Verhöre bereits im Schulalter (ich war kein Pionier, meine Eltern christlich engagiert). Frage eine Ferienlagerbetreuers, den ich nicht kannte: “Warum bist du kein Pionier?” Weiß nicht, warum mir dies haften blieb. Im Nachgang weiß man aber, wer den Auftrag zur Spionage gab …
  4. Wie verlief Ihr Berufsweg?
    Als die Wende kam, war ich erst 12. Ich hatte also bis dahin keinen Werdegang, der systembeeinflusst war. Das hätte sich bei der EOS zu meinem Nachteil ändern können …
  5. Was haben Sie in der Freizeit getan?
    Hab mich mit Freunden getroffen, Fußball gespielt, die ungesicherten Baustellen der Wohngebietsbaustellen erforscht.
  6. Wen aus der DDR verehren Sie besonders und wofür?
    Jeden, der seinen Mund gegen das System aufgemacht hat oder im Untergrund gearbeitet hat und dafür Risiken eingegangen ist. Ich wäre vielleicht ein Mitläufer geworden, für den ich mich dann hassen würde. Hauptsache in Ruhe leben …
  7. Was hat Ihre DDR-Vita besonders geprägt?
    Das Gefühl, nicht frei zu sein. Das klingt bei einem Kind unglaubwürdig, aber man hat Westfernsehen gesehen und empfand es ungerecht, warum die “drüben” die bessere Schokolade, das bessere Spielzeug und Westautos hatten …
  8. War das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander anders als heute?
    Ist für mich nicht einschätzbar.
  9. Welche Meinung hatten Sie 1990 zur Wiedervereinigung?
    Das beste was mir für meine weitere Entwicklung passieren konnte. Freiheit. Freiheit. Freiheit. Freude. Ende der Diktatur.
  10. Welche Meinung haben Sie heute zum vereinten Deutschland?
    Wir haben kein fehlerfreies System, es gibt eine Ellbogengesellschaft. Es ist nicht alles gerecht. Viele Menschen sind Wendehälse und richten sich in den bestehenden Systemen ein und jeder sucht seinen Vorteil. Und das ist, so schlimm es ist, einfach menschlich.
  11. Und trotzdem möchte ich für nichts auf der Welt die DDR zurück oder in einem anderen Land leben. Unser Land ist wunderbar in vielerlei Hinsicht. Mir geht die Ostverklärung gegen den Strich. Es war eine Diktatur. Nichts anderes.

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  1. Welche Begriffe verbinden Sie spontan mit der DDR?
    Gemeinschaft / keinen Krieg mehr (mein Vater “starb für Führer, Volk und Vaterland” ),  Volkseigentum / füreinander- miteinander/ Ein Versuch, eine bessere, gerechtere Gesellschaftsordnung aufzubauen. Dieser ist leider gescheitert an der Machtbesessenheit bornierter, älterer Herren, die Kritik abschmetterten und die Signale der Zeit nicht erkennen wollten oder konnten.
  2. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
    An die Campingreisen mit dem “Wabu” nach CSSR, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, hinunter bis zum letzten Campingplatz vor der türkischen Grenze. Das Abenteuer in Richtung Osten begann immer schon Monate vorher mit den intensiven Vorbereitungen.
  3. Woran denken Sie ungern zurück?
    An die Errichtung der Mauer 1961, obwohl sie aus meiner persönlichen Sicht, aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der zwei Staaten notwendig war. Wer diese Zeit bewusst miterlebt hat und versucht, objektiv zu bleiben, wird mir sicher zustimmen – es gab nur ein Gegeneinander und das mit allen Mitteln und auf allen Gebieten!
  4. Wie verlief Ihr Berufsweg?
    Gerade! Grundschule (8.Kl.) / 1.Beruf / 1957 freiwill. Armeedienst / 2. Beruf / 1 Jahr Abendschule zur Vorbereitung auf Studium / 5 Jahre Fernstudium / Einsatz als Brigadier, Abteilungsleiter und alles ohne Stasi-Vergangenheit und ohne Reue. Nach der Wende freischaffender Maler & Grafiker, 1-Mann-Firma für Glasbeschichtungen, Umschulungen und Lehrgänge zum Mediendesigner, ABM, arbeitslos, z.Z. Rentner.
  5. Was haben Sie in der Freizeit getan?
    Gelernt, gelesen, Malen und Zeichnen im Grafikzirkel, eine Frau für´s Leben gesucht und zwei Kindern das Laufen beigebracht.
  6. Wen aus der DDR verehren Sie besonders und wofür?
    Wilhelm Pieck – erster Präsident in einem Land mit schwerem Anfang, hohen Wiedergutmachungslasten, keiner Aufbauhilfe, keiner industriellen Basis, keinem Marschallplan …. aber neuen Zielen und sehr viel Mut. Natürlich auch Eberhard Esche – nicht nur wegen seines “Wintermärchens”, sondern auch seines “Hasen im Rausch” (Inhalt und Darbietung !), den ich nie vergessen werde.
  7. Was hat Ihre DDR-Vita besonders geprägt?
    Ideen entwickeln, nach Lösungen suchen, geht nicht – gibt’s nicht! Eine offene, ehrliche und kritische Haltung bewahren  und nach Möglichkeit immer erst sich selbst fragen, ob man alles richtig gemacht hat.
  8. War das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander anders als heute?
    Ja! Wir haben miteinander und füreinander gelebt. Frauen waren m.E. in Beruf und Gesellschaft anerkannt. Sie wurden nicht ver-, sondern geachtet. Das Verhältnis zueinander war davon geprägt, dass beide einer geregelten Arbeit nachgingen, evtl. zu gleicher Zeit ein Studium absolvierten und dann aber noch Kinder betreut werden wollten – die Zeit war knapp! Ach ja, Sex hatten wir auch, aber SADOMASO war uns fremd. Es ging alles – erstaunlicherweise! Es war eine andere Zeit – man kann sie mit der heutigen nicht vergleichen!
  9. Welche Meinung hatten Sie 1990 zur Wiedervereinigung?
    Ob das gut geht ? Es ist gut, dass die Mauer gefallen ist – aber wir werden wohl zurückfallen, in eine Gesellschaft, wo Geldgier und Ellenbogen regieren. Gewinnssucht, das Markenzeichen dieser Gesellschaft, wird die sozialen Ergebnisse zunichte machen, da sie keinen Gewinn abwerfen. Rohstoffe und Absatzmärkte werden das Ziel der Begierde sein. Für Geld alles!! Ich im Osten glaubte, dass es mit “Volkseigentum” an Produktionsmitteln, Wäldern und Seen gerechter zugeht, als mit dem viel gepriesenen Privateigentum. Was wird wohl aus unseren Kindern und Enkeln werden?
  10. Welche Meinung haben Sie heute zum vereinten Deutschland?
    Ein geeintes Deutschland war immer die große Zielstellung in beiden Hälften des Landes – leider aber mit gegensätzlichen, ideologischen Ausrichtungen. Ich habe mir noch einmal den Text der NATIONALHYMNE der DDR vorgenommen – waren doch tolle Worte von Johannes R.Becher!!  Ich hätte mir eine bessere, gemeinsame Entwicklung vorstellen können, aber leider gab und gibt es auch heute ältere Herren ! ( s. unter 1. ) Wo könnte dieses Land stehen, wenn man die einmalige Chance genutzt hätte, etwas Neues aufzubauen, wenn man auf Augenhöhe verhandelt hätte. Das, was in beiden Staaten gut gelaufen ist, hätte man objektiv und kritisch auf Brauchbarkeit prüfen und übernehmen sollen. Aber Macht ist doch was Geiles und warum sollte man sie teilen, wenn man doch mit Druck und Geld alles erreichen kann? Die Worte “Volkswirtschaft” und “Demokratie”, die den Politikern heute so leicht über die Lippen kommen, sind m.E. nur Worthülsen und Täuschungen! Für mich persönlich haben sie eine andere Bedeutung. Auf Arbeitslosigkeit, Gewalt, Prostitution, ein kompliziertes Steuersystem, Drogen, Aktien und Parteien könnte man eigentlich verzichten. Lobbyisten hätten kaum eine Chance, es gäbe keinen Fraktionszwang und kein Machtgerangel der Parteien. Ach wäre das schön, wenn es keine Opposition gäbe und alle gewählten “Volksvertreter” verpflichtet wären, die Interessen der Bürger umzusetzen!

  1. Welche Begriffe verbinden Sie spontan mit der DDR?
    …Gemeinschaft / keinen Krieg mehr (mein Vater “starb für Führer, Volk und Vaterland” ),Volkseigentum / füreinander- miteinander/ Ein Versuch eine bessere, gerechtere Gesellschaftsordnung aufzubauen. Dieser ist leider gescheitert an der Machtbesessenheit bornierter, älterer Herren, die Kritik abschmetterten und die Signale der Zeit nicht erkennen wollten oder konnten.
  2. Woran erinnern Sie sich besonders gern?
    …An die Campingreisen mit dem “Wabu” nach CSSR, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, hinunter bis zum letzten Campingplatz vor der türkischen Grenze. Das Abenteuer in Richtung Osten begann immer schon Monate vorher mit den intensiven Vorbereitungen.
  3. Woran denken Sie ungern zurück?
    …an die Errichtung der Mauer 1961, obwohl sie aus meiner persönlichen Sicht, aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der 2 Staaten notwendig war. Wer diese Zeit bewusst miterlebt hat und versucht, objektiv zu bleiben, wird mir sicher zustimmen – es gab nur ein Gegeneinander und das mit allen Mitteln und auf allen Gebieten !
  4. Wie verlief Ihr Berufsweg?
    …gerade ! Grundschule (8.Kl.)/ 1.Beruf / 1957 freiwill. Armeedienst / 2. Beruf / 1 Jahr Abendschule zur Vorbereitung auf Studium / 5 Jahre Fernstudium / Einsatz als Brigadier, Abt Ltr. und alles ohne STASI-Vergangenheit und ohne Reue. Nach der Wende freischaffender Maler & Grafiker, 1-Mann-Firma für Glasbeschichtungen, Umschulungen u. Lehrgänge zum Mediendesigner, ABM, arbeitslos, z.Z. Rentner.
  5. Was haben Sie in der Freizeit getan?
    …gelernt, gelesen, Malen und Zeichnen im Grafikzirkel, eine Frau für´s Leben gesucht und 2 Kindern das Laufen beigebracht.
  6. Wen aus der DDR verehren Sie besonders und wofür?
    …Wilhelm Pieck – erster Präsident in einem Land mit schwerem Anfang, hohen Wiedergutmachungslasten, keiner Aufbauhilfe, keiner industriellen Basis, keinem Marschallplan …. aber neuen Zielen und sehr viel Mut. Natürlich auch Eberhard Esche – nicht nur wegen seines “Wintermärchens”, sondern auch seines “Hasen im Rausch” (Inhalt und Darbietung !) den ich nie vergessen werde.
  7. Was hat Ihre DDR-Vita besonders geprägt?
    …Ideen entwickeln, nach Lösungen suchen, geht nicht – gibt’s nicht ! Eine offene, ehrliche und kritische Haltung bewahren  und nach Möglichkeit immer erst sich selbst fragen, ob man alles richtig gemacht hat.
  8. War das Verhältnis von Männern und Frauen zueinander anders als heute?
    ….ja ! Wir haben miteinander und füreinander gelebt. Frauen waren m.E. in Beruf und Gesellschaft anerkannt. Sie wurden nicht ver- sondern geachtet. Das Verhältnis zueinander war davon geprägt, dass beide einer geregelten Arbeit nachgingen, evtl. zu gleicher Zeit ein Studium absolvierten und dann aber noch Kinder betreut werden wollten – die Zeit war knapp! Ach ja, Sex hatten wir auch, aber SADOMASO war uns fremd. Es ging alles – erstaunlicherweise ! Es war eine andere Zeit – man kann sie mit der heutigen nicht vergleichen !
  9. Welche Meinung hatten Sie 1990 zur Wiedervereinigung?
    …ob das gut geht ? Es ist gut, dass die Mauer gefallen ist – aber wir werden wohl zurückfallen, in eine Gesellschaft, wo Geldgier und Ellenbogen regieren. Gewinnssucht, das Markenzeichen dieser Gesellschaft, wird die sozialen Ergebnisse zunichte machen, da sie keinen Gewinn abwerfen. Rohstoffe und Absatzmärkte werden das Ziel der Begierde sein. Für Geld alles !! Ich im Osten glaubte, dass es mit “Volkseigentum” an Produktionsmitteln, Wäldern und Seen gerechter zugeht, als mit dem viel gepriesenen Privateigentum. Was wird wohl aus unseren Kindern und Enkeln werden ?
  10. Welche Meinung haben Sie heute zum vereinten Deutschland?
    …Ein geeintes Deutschland war immer die große Zielstellung in beiden Hälften des Landes – leider aber mit gegensätzlichen, ideologischen Ausrichtungen. Ich habe mir noch einmal den Text der NATIONALHYMNE der DDR vorgenommen – waren doch tolle Worte von Johannes R.Becher !!  Ich hätte mir eine bessere, gemeinsame Entwicklung vorstellen können, aber leider gab und gibt es auch heute ältere Herren ! ( s. unter1. ).Wo könnte dieses Land stehen, wenn man die einmalige Chance genutzt hätte, etwas Neues aufzubauen, wenn man auf Augenhöhe verhandelt hätte. Das, was in beiden Staaten gut gelaufen ist, hätte man objektiv und kritisch auf Brauchbarkeit prüfen und übernehmen sollen. Aber Macht ist doch was geiles und, warum sollte man sie teilen, wenn man doch mit Druck und Geld alles erreichen kann? Die Worte “Volkswirtschaft” und “Demokratie”, die den Politikern heute so leicht über die Lippen kommen, sind m.E. nur Worthülsen und Täuschungen! Für mich persönlich haben sie eine andere Bedeutung. Auf Arbeitslosigkeit, Gewalt, Prostitution, ein kompliziertes Steuersystem, Drogen, Aktien und Parteien könnte man eigentlich verzichten. Lobbyisten hätten kaum eine Chance, es gäbe keinen Fraktionszwang und kein Machtgerangel der Parteien. Ach wäre das schön, wenn es keine Opposition gäbe und alle gewählten “Volksvertreter” verpflichtet wären, die Interessen der Bürger umzusetzen !
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